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Reiche plant offenbar Kürzungen bei der Heizungsförderung.

Aktualisiert: 2 Min. Lesezeit
Heizungsförderung: geplante Kürzungen beim Heizungsgesetz

Kürzungen bei der Heizungsförderung: Union stellt Ampel-Gesetz infrage – Energiepolitik soll marktwirtschaftlicher werden
11.11.2025, 08.23 Uhr

Zehntausende Euro Zuschuss für eine neue Ökoheizung – das könnte bald Geschichte sein. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat in Berlin deutlich gemacht, dass sie die staatliche Heizungsförderung auf den Prüfstand stellen will. Gemeinsam mit weiteren Unionsvertretern stellt sie damit eines der umstrittensten Gesetze der Ampelkoalition infrage.

„Damit der Staat handlungsfähig bleibt, muss er sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren“, sagte Reiche in einer wirtschaftspolitischen Grundsatzrede. Dazu gehörten Sicherheit, Infrastruktur und Bildung. Subventionen und Förderprogramme müssten dagegen „rigoros überprüft“ und Fehlanreize „auch unter Schmerzen“ abgebaut werden. Fördergelder sollen künftig gezielter dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich nötig sind.

Reiche sprach sich zudem für eine marktwirtschaftlichere Energiepolitik aus. Deutschland müsse wettbewerbsfähiger werden, sagte sie bei einem Symposium zur Sozialen Marktwirtschaft, bei dem auch eine Ludwig-Erhard-Büste an ihr Ministerium zurückgegeben wurde – ein symbolischer Bruch mit der Politik ihres grünen Vorgängers Robert Habeck.


Union fordert Ende des Heizungsgesetzes

Bislang können private Haushalte beim Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung bis zu 70 Prozent Förderung erhalten – inklusive verschiedener Boni für Einkommen oder Geschwindigkeit. Maximal sind 21.000 Euro Zuschuss möglich, was den Staat Milliarden kostet.

Das sogenannte Gebäudeenergiegesetz (GEG), im Volksmund Heizungsgesetz genannt, gilt seit Anfang 2024. Es soll den Anteil erneuerbarer Energien im Gebäudebereich erhöhen, indem neue Heizungen künftig zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Für Bestandsheizungen gelten Übergangsregeln, zunächst nur in Neubaugebieten.

Innerhalb der neuen schwarz-roten Koalition sorgt das Gesetz weiter für Spannungen. Reiche kritisierte bereits zuvor einen „Zwang zur Wärmepumpe“. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann forderte in der FAZ die Abschaffung des Gesetzes in seiner jetzigen Form und sprach von „Überregulierung“ und mangelnder Technologieoffenheit. CSU-Chef Markus Söder nannte das GEG „überdimensioniert finanziert und subventioniert“ – die Bürger müssten vom Druck befreit werden, ihre Heizsysteme kurzfristig umzustellen.


SPD will Gesetz und Heizungsförderung fortführen

Der sozialdemokratische Umweltminister Carsten Schneider verteidigte das GEG: Es werde „im Grundsatz so bleiben“. Zwar solle der Weg dorthin flexibler werden. Am Ziel – 65 Prozent erneuerbare Energien bei neuen Heizungen – halte man aber fest. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sprach sich für eine sozial stärker gestaffelte Förderung aus.

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht vor, das Heizungsgesetz zu überarbeiten. Vorgesehen ist dabei eine Reform des GEG – keine vollständige Abschaffung. Die Heizungsförderung und die Sanierungsförderung sollen demnach grundsätzlich bestehen bleiben, aber eine neue Ausrichtung erhalten.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/heizungsgesetz-katherina-reiche-deutet-einschnitte-bei-der-foerderung-an-a-a072a149-1d49-4b7c-a1c2-6cb947a28b95

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Stefan Naumann

Redaktion WirtschaftsPresse Portal